2. Bandfestival Dresden im Puschkin

bandfestivalMan kann von romantischen Liebesbeziehungen ja halten, was man will. Auf die Dresdner Bands und ihr Publikum treffen sie auf jeden Fall zu. Da werden Veranstaltungen an das virtuelle blaue Gesichtsbrett gepinnt, moralisch tief verbundene Nachteulen als Backliner, Stempelkissenbediener oder Eintrittskartenausteiler und instantbegeistertes Basispublikum angeheuert. Die hörende und schauende Menge differenziert sich auch bei den Dresdner Nachwuchsbands in die Nerds und gefühlvoll Anverwandten. Für erstere ist die Fender die Fendi des Saitenreiters, und ohne Evans fellt der Tom nicht gut genug. Für letztere hingegen ist der Gitarrist sowieso ein Gott und die Kondition des Drummers eine beidseitig schweißtreibende Angelegenheit. Beim Bandfestival Dresden begegnen sie sich alle. Die Fachsimpler und Anhimmler, die Musikanten und auf die Musik Gespannten. Am 31. Mai und 1. Juni 2013 entern die lokalen Kapellen und musizierenden Einzelkämpfer wieder den Club Puschkin. Eine Außen- und zwei Innenbühnen werden Podium der Bandfestival-Philosophie: Raus aus dem Probenraum, rauf auf die  Bretter! Dem Bandfestival bedeuten diese nicht unbedingt die Welt, denn den Veranstaltern ist die Förderung der städtischen Livemusik, die Ermöglichung der Begegnung von Dresdnern mit ihren Musikern und umgekehrt viel wichtiger als Profit. Da nicht alle während der zwei Tage spielen können, wird das Line-up durch eine von der Bandfestival-Jury getroffenen Vorauswahl sowie ein sich daran anschließendes Voting zusammengestellt. Noch bis zum 21. Februar können sich Bands jeder Couleur sowie Singer/Songwriter für das Festival bewerben. Im Mai 2012 öffnete der Club Puschkin Dresden erstmals seine Türen zum Bandfestival. Musiker wie Besucher haben die Idee begeistert angenommen und den damals nur einen Tag mit toller Musik und urlaubsähnlicher Strandatmosphäre im Außengelände verbracht. Der Bewerberansturm übertraf die Erwartungen der Veranstalter: Über 100 Musiker und Bands wollten dabei sein. Zahlreiche positive Feedbacks und der Ruf nach mehr bestärkten das Organisationsteam darin, das Bandfestival weiterzuführen.
2013 wird es neben einigen Modifizierungen im Bewerbungsverfahren, zu dem nun unter anderem ein aussagekräftiger Promotext, ein ansprechendes Foto sowie gut produzierte Hörproben gehören, auch rundherum Veränderungen geben: zwei Festivaltage, ein neues Logo, Publikumsbeteiligung bei der Slotvergabe, eine Erweiterung des gastronomischen Angebotes sowie an den Festivaltagen das Angebot für Musiker, ihr Merchandising ohne Merchfee an den Mann und die Frau zu bringen. Das Team des Bandfestivals setzt sich zum Großteil ebenfalls aus Musikern zusammen: Alexander Lau quälte einst die Violine und umgibt sich heute mit Gitarre, Bass und Keyboard. Mit diesen Instrumenten begleitet er derzeit „Judy und das Krokodil“, „TASK“ sowie „Harmony Lodge“. Alex ertüchtigt sich zudem als Producer und Mixing-Engineer. 
Thilo Mündel-Wyman tingelt mit Frau Robyn nicht nur gern durch die Welt, sondern vor allem mit „The Shift“ durch die Pubs in und um Dresden. Er schreibt seine eigenen Songs und weiß auch die Gitarre aufs Schönste herauszufordern. Neben Alex Initiator des Bandfestivals freut sich Thilo auf die Möglichkeit, ein vielfältiges Programm mit zu organisieren, das die vielfältige und kreative Dresdner Musikszene abbildet. Und irgendwie träumt er von krossen Würstchen auf einem Bauchladengrill. 
Gäbe es ihn nicht schon, wäre Doktor Ton wohl das Synonym für Peter Fehse. Der studierte Sounddesigner spitzt zwischen Aufstehen und Schlafengehen unentwegt die Ohren, man hat in Dresden schon ehrfürchtige Elfen davonflitzen sehen. Peter macht aber auch selbst Musik. Die klingt nicht komisch, ist aber so: nämlich „Eigenartig“.
 Für einfühlsame Fragestellungen und ausreichend Anschauungsmaterial für die kreischende Front-of-House-Publikumsfraktion sorgt Frances Heinrich. Mit 25 Prozent liegt das Bandfestival-Orgateam damit in Sachen Frauenquote im politisch korrekten Trend. Ein Instrument hat sie nach bösen Erfahrungen mit einem verhärmten Gitarrenlehrer in der Kindheit nie wieder erlernt – wie Frauen eben so sind. Am liebsten würde sie das Bandfestival nur mit langhaarigen Rockern ausstatten. Da sie aber ein Herz für die vielen tollen Musiker in Dresden hat, lässt sie sich auch zu Kurzhaarfrisuren überreden – wie Frauen eben so sind. Frances Heinrich Bandfestival Dresden, 31. Mai & 1. Juni 2013, Club Puschkin Dresden
, Leipziger Straße 12 Bewerbungen bis 21. Februar unter www.bandfestival-dresden.de Sonst noch was? E-Mail an info@bandfestival-dresden.de

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