Besuchen Sie Dresden

In den letzten Tagen bin ich über zwei Meldungen über Dresden gestolpert, die ich hier nicht vorenthalten möchte: Einmal wurde in der ehrwürdigen New York Times ein Beitrag "The 41 Places to Go in 2011" veröffentlicht - also 41 Orte die es im neuen Jahr in aller Welt zu bereisen gilt. Dresden ist hier an Stelle 28 genannt. Grund: Im Herbst 2011 öffnet das neue Militärhistorische Museum der Bundeswehr. Eine eindrucksvolle Konstruktion aus Stahl und Glas, welche das bisherigen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert erweitert. Darin untergebracht sind dann umfang- und aufschlussreichen Dauerausstellungen der geschichtlichen Aufarbeitung Deutschlands im Krieg sowie eine soziologische und anthropologische Auseinandersetzung der Thematik im Allgemeinen. Architekt ist übrigens Daniel Libeskind und viele weitere detaillierte Infos zu dem Bau gibt es hier zu lesen. Erwähnenswert sei noch die Aussichtsplattform an der Spitze des pfeilartigen Anbaus - hier kann auf 30 Metern Höhe ein Ausblick über das wiederaufgebaute Dresden genossen werden. Die andere Meldung war die Präsentation einer Umfrage des Städteportals meinestadt.de in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tourismusverband (DTV).  Gefragt wurden 1.600 Internetnutzer nach ihrer persönlichen Lieblings-Sehenswürdigkeit in Deutschland. Und Dresden belegt hier gleich mit zwei Attraktionen die Top 5. Auf Platz 2 ist die Dresdner Frauenkirche (von Platz 3 verbessert). Und auf den fünften Platz hat es unser Dresdner Zwinger geschafft. Auf dem ersten Platz ist übrigens der Kölner Dom - und am Ende ist die Erhebung auch nicht allzu aussagekräftig, jedoch ist es ein schönes Gefühl, dass unsere schöne Heimatstadt so gut abschneidet. Nachdem ja bereits im letzten Jahr einige neue Hotels neu eröffnet haben, kann man nur hoffen, dass die Entwicklung der Besucherzahlen Dresdens weiterhin so floriert. 2011 sollen noch weitere Hotelbauten und damit insgesamt 20.000 Betten entstehen. Diese gilt es durch nachhaltige Gastfreundschaft zu füllen und hier soll sich bitte jeder Dresdner - egal ob Gewerbetreibender oder normaler Bürger - angesprochen fühlen, um die Liebens- und Besuchenswürdigkeit unserer schönen Stadt in die Welt zu tragen :-)
stefan am 15.01.2011 bisher 8 Kommentare

8 Kommentare zu diesem Beitrag

  1. zimmidd   15.01.2011

    Und wie erklären wir unseren Gästen das versaute Welterbe ?

    • stefan   15.01.2011

      ich glaube darüber wurde bereits alles gesagt was zu sagen ist.
      für mich ist die aberkennung eine subjektive entscheidung von menschen die nicht hier wohnen, sondern der meinung waren, dass durch die brücke das elbtal zerstört wird. befindlichkeiten und eitelkeiten. und die touristen sollen dann bitte selbst entscheiden, ob die aberkennung sinnvoll war oder lächerlich.

  2. Böhler   16.01.2011

    Jau, reduzieren wir diese grandiose Stadt weiter auf Frauenkirche, Zwinger und co.
    Das machen die Oberen der Stadt seit einigen Jahren ziemlich gut.

    • stefan   16.01.2011

      na die stehen doch nur symbolisch für die grandiosität u nunmal zufällig dort relativ zentral rum ;-)

      lass die leute doch erstmal damit herlocken und den rest – auch auf der neustädter seite – entdecken.
      gern darfst du dich hier an der aufklärung beteiligen wenn du lust hast lieber böhler.

  3. Temporär-Touri   17.01.2011

    Also, ich sach ma’ so: Fürs Aufenthalts-Ambiente ist Frauenkirche, Semperoper, Schloß und Zwinger — (Fußmarsch zum Fährgarten Johannstadt und dann ist’s Eibauer-Faß bei denen alle) — unverzichtbar. Den Hype drumrum kann man mitmachen, muss man aber nicht. Zum Beispiel die Flut von Nobel-Herbergen am Neumarkt. Und viele, zu viele Speise-Lokale mit dem gleichen Convenience-Food (Ihr wisst schon: Die Gänse/Knödel-Flutwelle zur Weihnachtszeit z. Bsp.). Wohl nicht zu verhindern heutzutage in solch einem Umfeld.

    Aber ich lobe mir meine City-Herberge, die manchmal mit hofsächsischer Schnoddrigkeit gerade den Charme versprüht, für den ich immer wieder gerne komme.

    Und dann trink ich mir abends irgendwo den Postplatz schööööööööön!

    • stefan   17.01.2011

      der letzte satz! ;-D

  4. Klaus W.   17.01.2011

    Danke für den Verweis auf die NYT, hatte das irgendwo im Radio gehört. Kann das sein, daß das an unserer Lokalpresse vorbeigerauscht ist oder habe ich es übersehen?

    • stefan   17.01.2011

      ich habs zufällig aus twitter geholt. aber man kann ja auch nicht alles hören oder lesen.

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