Die Platte muss weg

Vor ein paar Jahren noch waren die Plattenbauten des Stadtteils Reick reich bewohnt. Nun wird alles in einer Rekordzeit abgerissen. "Rückbau von Wohnraum" heißt das Ganze. Gerade nach der Wende waren die Plattenbauten in Reick beliebt: Gute Verkehrsanbindung,  Grundschule und Mittelschule gleich um die Ecke und einen Kindergarten vor der Haustür. Doch schon nach wenigen Jahren leerten sich viele Wohnungen. Jeder, der es sich leisten konnte, zog in eine größere Bleibe um oder kaufte sich sogar was Eigenes. Das führte dazu, dass das Viertel ein bisschen "verlotterte". Jugendliche und sozialschwache Familien siedelten sich hier an. Reick bekam innerhalb kürzester Zeit ein "Ghetto"-Image.

Über 700 Wohungen am Rudolf-Bergander-Ring, der Hans-Jüchser-Strasse und der Bernhard-Kretschmar-Strasse werden bis 2011 abgrissen. Nicht alle waren damit einverstanden, es wurden sogar Unterschriften gegen den Rückbau gesammelt. Vergeblich. Fraglich ist nun, was mit der leeren Fläche passiert. Bäume wurden schon gepflanzt und auch der Kinderspielplatz und der eingezäunte Fussballplatz  sollen bestehen bleiben. Vielleicht entstehen hier auch bald schon Einfamilienhäuser, die Reick von seinem schlechten Image erlösen könnten.
anja am 08.10.2010 bisher ein Kommentar

Ein Kommentar zu diesem Beitrag

  1. stefan   08.10.2010

    ich kümmere mich am wochenende nochmal um die automatisch gescheite bildereinbindung auch direkt aus dem artikel (ordentlicher zoom und verkleinerung der großen ansicht).

    ansonsten – gutes thema. gerade weil reick ja nur langsam dieses image loswird.

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