Dresdner Dorffest 2011 – der Freitag

Das erste Stadtfest unter neuer Federführung präsentiert sich seit gestern seinen Besuchern und Kritikern. Und ich muss durchaus sagen - garnicht mal so schlecht wie die vergangenen Jahre. Nun habe ich bei weitem nicht alles gesehen und bin meist auch nur in den Abendstunden unterwegs, aber die Verjüngung ist merklich zu spüren. Zum einen sicherlich wegen Umgestaltung von Programmpunkten und Streichung von bisher in Stein gemeißelten Konstanten, wie dem Mittelaltermarkt auf dem Schlossplatz. Zum anderen unter Garantie durch das vorab empört kritisierte Verbot von Trittbrettfahrer-Veranstaltungen wie Försters Bowleparty und Parkhotel-Elbsegler, welche alljährlich an dem stadtfestinduzierten Menschenpulk partizipiert haben. Ich war vorab zwar auch etwas skeptisch, wollte diesem neuen Konzept aber eine Chance geben. Zumal die Stadtfestorganisatoren mit teils ebenbürtigen Feiern (z.B. Moonbootica und Boris Dlugosch auf dem Schlossplatz, der Theaterplatzbühne oder der  Kraftwerk-Mitte-Feier am Narrenhäusel) für einen Anlaufpunkt für die Generation U30 sorgen. Man darf bei all dem vorab durch Facebook und Co. geblasenen "Shitstorm" in Richtung der Stadtfestverantwortlichen nicht vergessen, dass die externen geschassten Partyveranstalter, auch nicht (nur) aus Altruismus ihre Feiern ausrichteten ;) Ich finde das Konzept der Konzentrierung der Gäste auf das ohnehin schon weitläufige Stadtfestareal sehr sinnvoll und begrüße es ausdrücklich. Dem Besucheraufkommen hat es meiner Ansicht nicht geschadet - und es wurden statt eines ausgerufenen Boykotts einfach die gebotenen Veranstaltungen angenommen. Ob es jedoch die beste Idee war, heute zum Samstag ab 24 Uhr die Theaterplatzbühne mit The Admirals und ihrer unkomplizierten Unterhaltungsmusik zu belegen darf vorab zumindest bezweifelt werden. Zumal diese Kapelle unter anderem aus einem ehemaligen Stadtfestmanager und dem Spross eines der diesjährigen Stadtfestchefs besteht. Doch das nur als heitere Randnotiz ;) Opulent und für kurze Zeit nett anzuschauen war die Bestrahlung und Effektierung des Georgentors. Vor allem als optische Untermalung des DJ-Auftritts aus dem 3. Stock. Details zu dieser Aktion können bei SPUTNIKDRESDEN nachgelesen werden. Hier noch ein paar wackelige Schnappschüsse vom Stadtfest-Freitag: Bessere Bilder gibt es z.B. hier drüben bei flickr. Man sieht sich.

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