Kurzbericht: Filmnächte am Elbufer 2011

Was wäre man für ein Dresdner, wenn man im Sommer nicht wenigstens zwei, drei Mal bei den Filmnächten vorbeikuckt oder sich wenigstens während eines der Komzerte auf den angrenzenden Elbwiesen niederlässt. Hier mein stichpunktartiger Bericht vom Montags-Kino (ganz groß: Bruce Willis, Morgan Freeman und John Malkovich in "R.E.D. - Älter. Härter. Besser"):
  • Einlass ging recht flott - an den linken beiden Kassen für normale Besucher. An der rechten Kasse für 5er-Tickets, Presse, Gäste und sonstige V.I.P.s stand niemand an.
  • normaler Tarif: 7 Euro; Montags zum Drewag-Kinotag 6 Euro
  • zu dem Preis darf man sich entweder auf den unansehnlich beschmuddelten Plastestühlen (sh. Foto) platzieren - oder man ergattert oben an einem runden Tischlein auf einem Korbstühlchen einen Sitzplatz. Für die Dreckstühle empfiehlt es sich, eine Unterlage mitzubringen - und wenn man oben bequem drei Stunden im Korbstuhl hocken möchte, sollte man an eine Decke denken.
  • Apropos denken: Auch wenn man bei warmen Temperaturen zum Elbufer startet, sollte im Sinne des kuschligen Filmschauens auch an eine Strickjacke gedacht werden.
  • Platzkarten für die Lounge kann man sich käuflich erwerben - die kosten wohl 5 Euro Aufschlag und man darf dann auf einem Rattan-Sofa Platz nehmen. Nettes Geschäftsmodell. Ansonsten gibt es wohl noch eine Partnerlounge für den Filmnächte-Küngel und grüne spacige Sitzmöbel in der AOK-Lounge.
  • Was mal überhaupt garnicht geht: Die Lautstärke während der Werbung. Und "Laut" ist hier noch untertrieben. Man muss sich mit seinem Sitznachbarn anschreien während unsägliche Amateurwerbung von vorn auf einen einbrüllt. Daran erinnert man sich doch gern.
  • Die Leinwand hatte senkrechte Streifen - woran auch immer das liegt. Aber wäre schön, wenn das noch abgestellt werden könnte. Scheint mir ein neues Problem zu sein.
  • Die Getränkepreise .. naja wie immer halt: Es ist halt etwas Besonderes und für den normalen Bürger nicht für jeden Tag - und auch nicht jeden zweiten - machbar. Wenn das 0.4l-Bier ohne Bedienung 3 Euro kostet - und man sich die Befüllung bis zum Eichstrich teilweise noch erbitten muss. Aber das ist wohl leider eine verbreitete Unsitte bei solchen Veranstaltungen. Mitbringen darf man natürlich nichts - aber die Kontrollen erschienen mir etwas locker. Also - versuchen kann mans ja mal ;-)
Ich werde trotz der Kritikpunkte wohl sicher noch ein-, zweimal hingehen. Denn ich finde, gerade das Warten und die Vorfreude auf den Film, dabei Leute beobachten, die Brühlsche Terrasse bei der Dämmerung betrachten und sich mit lieben Menschen über den Feierabend und den Sommer zu freuen, ist unschlagbar und kann auch durch noch so schlechte Begleitumstände nicht kaputtgemacht werden.

Ein Kommentar zu diesem Beitrag

  1. caro   30.06.2011

    Kurzbericht etwas länger. ;)

    Die stühle sehen ja spitzenmäßig aus, da freu ich mich umso
    mehr auf meinen ersten Besuch.

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