Kurzkritik – Café Continental in der Neustadt

Nach den etwas ulkigen Ankündigungen (Großraumdisko und Musikgeschäft) sowie verheißungsvollen Umbauarbeiten hinter Abdeckfolien hatte ja vor einigen Wochen das neue Café Continental unter neuem Schirmherr (Betreiber des Café Europa) neueröffnet. In feschem Grün und mit neuem C statt K (meines Wissens hieß das früher Kontinental und laut Rechnung nun Continental). Ecke Louisen-/Görlitzer Straße. Im Neustadt-Geflüster wurde auch bereits darüber parliert. Und nachdem ich schon des öfteren interessiert dran vorbeigefahren bin, sind wir nun gestern Abend dort zu einem kleinen Snack und Kaltgetränken gelandet.
  • Bedienung(en) waren freundlich und engagiert - etwas kurios war nur die lebhafte Begrüßung am Eingang mit falschem Namen (kurz gewundert und 'rumgedreht und da folgte uns wohl ein guter Bekannter des Hauses)
  • die Karte ist gut lesbar und sortiert sowie geringfügig überdurchschnittlich bepreist
  • ein witziger kleiner Umfragezettel der verteilt wurde - da hatte sich jemand ein paar Gedanken gemacht und es lädt zum Ausfüllen ein
  • die sagenumwobenen Toiletten haben mich leider etwas enttäuscht. Ich habe sonstwas Ausgefallenes erwartet - aber die Mischung aus Zugtoilette und Weltraumklo (sorry - nur meine subjektive Meinung) traf leider nicht ganz meinen Geschmack. Aber mal was anderes auf jeden Fall - auch die fehlenden Türklinken beim Betreten
  • mein "Bunter Salat mit Hähnchen" war leider sehr rucolalastig. Ich mag Rauke zwar, aber nicht als Trägergemüse. Die Bedienung wollte meinen Hinweis an die Küche weitergeben. Interessant zu wissen... Ich glaube auch, dass mein restlicher Salat einfach aus Versehen auf dem Caprese (also Tomate(!)-Mozzarella)-Teller meiner Begleitung gelandet ist. Etwas befremdlich. Aber prinzipiell hats schon geschmeckt. Auch das warme Ciabatta dazu war schön knusprig.
  • die Bestuhlung finde ich suboptimal - zumindest für die Nicht-Fensterplätze. Entweder zu hell bestrahlt. Oder zu dunkel. Oder an nem Brett an der Wand. Oder an nem Brett am Geländer zu den sanitären Anlagen - oder der Knaller: Ein Zweiertisch über zwei "Etagen". Wer weiß was ich meine, findets bestimmt lustig. War auch witzig die platzsuchenden Menschen beim Entdecken dieses mobiliaren Umstandes zu beobachten
  • die Musik war leicht zu laut und etwas clubhaftig - aber hat schon gepasst
  • und noch was Positives: Die Steinwand und die grüne Illumination finde ich wirklich äußerst schmuck
Fazit: Geht schon mal wieder. Hat aber noch Potential.
stefan am 01.03.2010 bisher 6 Kommentare

6 Kommentare zu diesem Beitrag

  1. caro   01.03.2010

    hoffentlich gibt’s die heiße weiße Schokolade noch… muss ich mir auch mal angucken gehen…klingt ja alles gar nicht so schlecht

  2. stefan   02.03.2010

    hehe .. hab noch einen kleinen sprachlichen fehler behoben: die bestuhlung meinte natürlich “an” den brettern. nicht diese selbst ;-)

  3. caro   02.03.2010

    wie gesagt, war ein harter Tag ;)

  4. Anton Launer   08.03.2010

    Schwierig wird es auch mit mehr als drei Leuten was zu besprechen, ging früher in den gemütlichen Nieschen super.

  5. stefan   11.03.2010

    wird sicherlich ne zielgruppenanalyse und -abwägung gegeben haben. vielleicht sind besprechungen nicht so profitabel für einen gastronom .. obwohl eigentlich nicht so richtig logisch. wer viel spricht, der viel trinkt – zumindest meine erfahrung von halbgeschäftlichen stammtischen :-)

  6. caro   20.03.2010

    Gestern auch mal dort gewesen… war eigentlich recht gemütlich, Bedienung war nett und feierfreudig (tanzen und mitsingen hinter der Bar – amüsant) … mir hat’s gefallen

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