My home is where my Dresden is!

Die Autorin dieses Artikels gibt es nicht gerne zu: Jaaaaa, obwohl in Dresden geboren, studiert sie in der Feind-Stadt Leipzig. Tja, wie kam das denn? Dresden ist schön, ich weiß. Und hat viel zu bieten. Jaja. Aber eben nicht so ein tolles Uni-Angebot wie Leipzig, wo von Arabistik bis Zahnmedizin alles drin ist. Arabistik ist es zwar nicht geworden, dafür aber Ostslawistik mit den Wahlbereichen Westslawistik und Altorientalistik. Juhu! Aber Leute, im Herzen bin ich Dresdnerin! Ehrenwort! Und das bleibt auch immer so. Als ich nach meinem Abi ein Jahr in Polen gewohnt habe, da gab es nichts tolleres, als über die Brücke zu fahren, die Skyline zu sehen und zu wissen: Ich bin wieder da! In der schönsten Stadt der Welt! Und jetzt ist Dresden sogar die größte Stadt im Freistaat. Ätsch, Leipzig! Das ist auch gut so! Denn was hat denn Leipzig bitte zu bieten? Völkerschlachtdenkmal. Gähn. Okay, ein paar richtig tolle Museen. Gut. Aber das ist nichts im Vergleich zu den Staatlichen Kunstsammlungen, nichts im Vergleich zu Zwinger, Semperoper und Co. Keine tolle Skyline am Fluss, keine Filmnächte, keine BRN … gar nichts! Dresden ist … unbeschreiblich. Neustadt wie Altstadt sind einfach grandios. Hier kennt man jede Kneipe, jede Straße, es ist einfach Heimat! Die schönste Heimat der Welt. Und ich bin stolz darauf, Dresdnerin zu sein. Wenn ich im Ausland sage, ich komme aus Dresden, dann heißt es immer: „Aaah, Dresden! Beautiful city!“. Jeder kann irgendwie was mit der Stadt anfangen, sei es durch die Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg oder die Frauenkirche. Jeder hat einen Bezug dazu. Ich war am 13. Februar in der Menschenkette, habe mir zwar den Hintern abgefroren auf dem Neumarkt, aber mit dem Gefühl: Ich stehe hier und tue etwas für meine Stadt, nach dem Motto: Frage nicht, was deine Stadt für dich tun kann, frage, was du für die Stadt tun kannst. Und ich habe alles gegeben, inklusive Erkältung danach. Aber das war es wert! Und manchmal, da sitze ich in meiner Bude in Leipzig und würde vieles dafür geben, mal kurz die Skyline zu sehen. Klar, habe ich Photos. Und Leipzig ist ja doch ganz nett und so. Aber halt nicht Dresden. Denn egal, was für ein Stress in der Uni war, wie viel gestreikt oder gebaut wurde, wenn ich über die Brücke fahre, dann lass ich Leipzig hinter mir. Dann ist meine Welt in Ordnung, weil ich in Dresden bin. Zu Hause!
anja am 21.08.2010 bisher ein Kommentar

Ein Kommentar zu diesem Beitrag

  1. stefan   22.08.2010

    oha – feind-stadt? ich würde sagen eher so wie großer und kleiner bruder :-)

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