Neue Pläne fürs Sachsenbad

Das vor sich hin bröselnde Sachsenbad in Dresden-Pieschen könnte laut exklusivem Bericht in der  Lokalpresse eine neue Chance erhalten. Es wurde nämlich vom Sportbürgermeister persönlich eine knapp 150.000 Euro teure Studie in Auftrag gegeben, welche zu dem Schluss kommt, dass sich - nach Sanierung  - das Bad fast von selbst finanzieren könnte. Die Pläne sehen einmal vor, das Bad abzureißen und neu aufzubauen (Historische Formen nachempfinden) oder mit minimalen Änderungen zu sanieren (Historische Formen erhalten). Problem momentan: Die einmaligen Kosten in Höhe von ca. 17 Millionen Euro. Etwas teurer als die Sanierung des Fernsehturms. Schön finde ich aber, dass das Projekt wenigstens Seitens der Stadt diskutiert und durchdacht wird. SZ-Kommentator Denni Klein lässt die Hoffnung zwar ersticken, jedoch sollte man alle Möglichkeiten ausloten - ganz nach dem Motto "Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg". Geld könnte an anderer Stelle eingespart werden. Ein Sponsor könnte hinzugezogen werden. Unfraglich ist auf jeden Fall, dass das Bad in dieser Ecke gut angenommen und gebraucht wird. Wenn dazu noch ein denkmalgeschütztes Kleinod wiederbelebt und damit der sowieso etwas benachteiligte Stadtteil Pieschen aufgehübscht wird - umso besser. Außerdem werden dadurch Arbeitsplätze geschaffen und das ein oder andere lokale Bauunternehmen wird sich auch freuen. Wir wünschen viel Erfolg! Gebaut wurde das Bad übrigens 1928/29 und ist ein Beispiel des sogenannten "Neuen Bauens". Nach der Wende war hier wohl eine Videothek untergebracht. Seit 1994 ist das Gebäude gesperrt. Auf der Website lostareas.de gibt es auch noch imposante Bilder aus dem Innenleben zu betrachten. Hier finden sich auch noch ein paar zusätzliche Infos zum Objekt:
"Der dreigeschossige Bau besitzt glatte, schmucklose Putzfassaden und gleichförmige Fensterreihen, die mittels durchlaufender Gesimse horizontal zusammengehalten werden. ... Im Inneren enthält das Bad eine kleine Schwimmhalle. Viele Jahrzehnte konnten hier Freizeitschwimmen, orthopädisches Schwimmen und Behindertenschwimmen betrieben werden. Selbst zum Schulschwimmunterricht wurde das Sachsenbad von den zahlreichen umliegenden Schulen regelmäßig genutzt."
Hier noch ein paar Eindrücke der umzäunten Anlage:

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