Rückblick BRN 2011

Schon wieder alles vorbei. *schluchz* Wochenlange Vorfreude auf DAS Stadtteilfest. Die Bunte Republik Neustadt gehört seit Jahren zu DEN Veranstal- tungen, die man als Dresdner nicht missen sollte. Dabei ist es jedes Jahr irgendwie gleich und doch wieder anders. Tagsüber habe ich es in den letzten Jahren weniger als selten geschafft. Wie das möglich war, weiß ich nicht. Ich betrete  das Areal der BRN immer erst kurz vor Sonnenuntergang, manchmal auch erst, wenn alle Katzen grau sind. Das Wetter hielt bis jetzt immer gut durch und selbst ein kleiner Schauer hat in den letzten Jahren keiner guten Laune einen Strich durch die Rechnung gemacht. Am Freitagabend ging es relativ spät los. Erst gegen 22 Uhr begann unsere Tour durch die vollen Gassen. Erster Bierstand wurde gleich mal mitgenommen. Muss ja. Gleich rein in’s bunte Lebensgefühl der Neustadt. Der Gang zum Lusgarten ging erstaunlicherweise relativ zügig voran. Zwischendurch Freunde einsammeln gehört dazu. Wer gegen den Strom läuft wird gegrüßt und mit einem „muss weiter, wir sehen uns später“ vertröstet. Stehen bleiben bei der BRN bedeutet oft denVerlust von Freunden. Wer stehen bleibt, verliert … wer nicht wartet, ebenso. Das harte Leben eines Besuchers in der BRN-Menge. Auch in diesem Jahr hatte einer der großen Mobilfunkbetreiber mal wieder Probleme mit seinem Netz. Empfang war da … nur konnte man keinen erreichen, oder eine SMS schreiben. Nüscht. Theorien wurden aufgestellt. Smartphones wurden beschimpft. Doch letztendlich konnte keiner einen sinnvollen Schluss aus der ganzen Misere ziehen. Zum Schluss landeten wir nach einem Marsch durch die kleinen und großen Straßen doch wieder beim Hip Hop auf der Alaunstraße. Wie jedes Jahr an der gleichen Stelle. Hier trifft man auch immer altbekannte Gesichter. Immer. Die zuvor verlorenen Freunde fanden sich dort auch wieder. Nach einem kleinen Tanz und einer unfreiwilligen Mini-Bierdusche sagten mir jedoch meine Füße kurz nach eins, wir sollten doch endlich mal Hause gehen. Ich werde nicht jünger, meine Füße schon gar nicht. Am Samstagabend starteten wir bereits kurz nach 20 Uhr - auf, auf in die Masse von Verrückten. Nachdem wir es den Abend zuvor mit dem Vorglühen zeitlich etwas übertrieben hatten, ging es bereits im Hellen los. Ein Teil der Gruppe brauchte zuvor etwas zwischen die Zähne. Fressstände gab es reichlich. Letztes Jahr kam es mir mehr vor - sollte ja alles etwas reduziert werden. Hat scheinbar gut geklappt. Weiter ging es in Richtung Scheune. Rechts davon stand eine Bühne. Nannte sich irgendwie „Aluna“ … fragt mich. Keine Ahnung ob wir auf dem Aluna-Platz oder im Aluna-Park waren. Sagen wir, wir waren @ Aluna und wir haben gerockt. Yeah. Also mitgerockt. Mit Harry Bushh. Geheimtipp einer Freundin. Musiker aus Dresden. Hip Hop  .... Rapshiiiiit  ... mit Band. Genial. Lustige Menschen, unschlagbare Outfits und Musik zum Rumspringen und Kopfnicken. Einfach Perfekt ♥ und geeignet zum Weiterempfehlen – hat Spaß gemacht. Gerne wieder. Danach ging’s noch etwas durch die Gassen. Gemütlich schlendern und so, ihr wisst Bescheid. Dabei mussten wir leider feststellen, dass einige der Besucher das Stadtteilfest als Sauf- und Raufmeile gesehen haben. Wo es eng war wurde oft einfach nur gedrängelt, ohne Rücksicht auf Verluste. Auf der Rothenburger Straße kamen sich einzelne „Superstarke“ so nah, dass man sie dann doch nach kurzer Zeit aus gesundheitlichen Gründen trennen musste. Zwei gegen Einen ist dann doch nicht wirklich fair, zumal der Eine schon am Boden lag. Halbstarke, die sich beweisen müssen … prügeln doch nur, wenn’s um die Gaaaang geht und der Pegel stimmt. Schlimm. In der Kunsthofpassage trafen wir auf eine sitzende 4er-Gruppe. Während zwei Gruppenmitglieder sich ineinander verhakt hatten, so hielt der Dritte der Vierten die Haare. Ein wenig Ekel, ein wenig Mitleid kam auf - am Ende war die Szene an sich einfach nur zuuu lustig. Nach all dem Gedrängel haben wir uns wieder  @ Aluna eingefunden, einen kleinen Mitternachtssnack geschnappert, mit Bier begossen und uns dann gen Heimat gemacht. Am Ende stelle ich dieses Jahr wieder fest: Freitag fetzt aus irgendeinem Grund immer mehr als Samstag. Besuchtertechnisch wahrscheinlich. Freitags feiern die, die von der Woche noch nicht genug haben. Das sind mir die Liebsten. Es ist auf eine Art und Weise unkomplizierter und lustiger. Dieses Jahr war es Samstag dank der tollen Freunde und Harry Buschh auch mehr als grandios - die Freitage der BRN bleiben jedoch weiterhin mein Highlight.
caro am 20.06.2011 bisher 4 Kommentare

4 Kommentare zu diesem Beitrag

  1. stefan   20.06.2011

    wir wolln die biiiilder sehn ..

  2. caro   20.06.2011

    schlechte nachricht: keine Bilder gemacht. keine Guten zumindest. Zu dunkel oder zu verwackelt. Leider.

  3. Caro   19.07.2011

    noch ein schönes video im nachhinein gezeigt bekommen. tolle zusammenfassung.

    http://vimeo.com/26570005

  4. stefan   19.07.2011

    hübsches video. aber irgendwie ruckelt vimeo bei mir immer. schade.

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