So etwas Dummes!!!!

Man konnte nur den Kopf schütteln, als sich am Samstag der FC Hansa Rostock und die SG Dynamo Dresden gegenüberstanden. Das so genannte "Ost-Derby" galt als Risikospiel und nicht wenigen dürfte der Titel dieses Beitrages beim Fernsehen durch den Kopf gegangen sein. Ausgestrahlt im NDR und MDR sah die ganze Republik ein Feuerwerk. Nein, damit ist nicht der gute Fussball gemeint, sondern es gab mal wieder einige (nenen wir sie die "Unbelehrbaren"), die pyrotechnische Gegenstände mit ins Stadion nahmen. Doch damit nicht genug; vor dem Anpfiff machte scheinbar der gesamte Gästeblock der Hanseaten davon Gebrauch. Gerade wollten sich die Spieler aufstellen; das Spiel im Kopf und Kinder an der Hand. Eigentlich eine schöne Szene, wären in dem Moment nicht die Feuerwerkskörper gezündet worden. Die fielen so unglücklich, dass manche sogar vor die Spieler gelangten. Die brachen das Aufstellen ab und gingen zurück in den Tunnel. Man kann sich vorstellen, wie enttäuscht die Kinder waren! Die hatten sich das Ganze bestimmt anders vorgestellt. Doch nicht nur die Kinder waren traurig. Die ganze Republik bekommt mal wieder zu sehen, was los ist, wenn Fussball in Dresden ausgerichtet wird. Dabei waren es diesmal noch nicht einmal die Dynamo-Fans, die aus der Reihe tanzten. Die Schwarz-gelben Anhänger verhielten sich vorbildlich, reckten die Schals in die Höhe und sorgten mit über 27.000 Anhängern für eine tolle Kulisse. Dennoch kommen bei den Krawallen mal wieder Fragen auf: Wie ist es den Hansa-Fans gelungen, Böller mit ins Stadion zu nehmen? Sollten die Sicherheitsvorkehrungen nicht noch schärfer sein? Natürlich lief im Großen und Ganzen alles nach Plan, einige Festnahmen, nicht einmal großes Geprügel. Aber ehrlich Leute: Musste das sein? 2400 Rostocker Fans schaffen es nicht, sich mal 90 Minuten lang wie Menschen zu benehmen. Das ist traurig! Liebe Rocstocker Fans! Es ist schön, dass ihr euch auf den weiten Weg nach Dresden gemacht habt, aber bitte nehmt euch das nächste Mal ein Beispiel an den hiesigen Anhängern. Die haben gejubelt, gesungen und angefeuert. So geht das nämlich! Und Böller gehören zu Silvester. Ich glaube, das hat der ein oder andere noch nicht mitbekommen. Ach ja, die Partie endete übrigens 2:2 unentschieden.
anja am 25.10.2010 bisher 4 Kommentare

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4 Kommentare zu diesem Beitrag

  1. caro   25.10.2010

    traurig …. ich bin kein Fußballanhänger, verstehe jedoch nicht, wie man als eigentlicher Fan den Ablauf stören will … solchen Leute muss unglaublich langweilig sein, wenn sie keine bessere Beschäftigung finden. Wirklich schade

  2. Jeder nach seiner Fasson??   26.10.2010

    auf wohl keine andere Sportart trifft das so zu wie auf den Fußball!

    Von den einen hochgejubelt zur Ersatzreligion: Was hat der van Gaal/Magath denn wohl gesagt und wer taktiert wie und wer mit wem und warum. Alles Verarsche/Opium fürs Volk. Warum propagieren die sogenannten “Leader” eigentlich bei jeder Gelegenheit diesen “teambildenden” Sport? Keine Hintergedanken?

    Von den anderen als Ersatz-Randale gebraucht: Spiel uninteressant; auf der Anfahrt saufen; im Hbf. schon kloppen, dann vorm Stadion und wieder heim. “Wo waren wir gestern eigentlich beim Spiel??????”

    Und die Kinder auf dem Platz tun mir ehrlich leid. Die werden doch auch nur als Feigenblatt benutzt.

    FIFA, Blatter; Zwanziger etc.: Alles Business und Korruption von eitlen, titelgeilen Selbstdarstellern. Die brauche ich nicht!

    Übrigens sehe ich mir gerne gute Länderspiele an. Das wars dann aber auch.

  3. Torsten   26.10.2010

    Nunja – kommt hier fast so rüber, als wären die Dynamo-“Fans” die Guten, und die Rostocker die Bösen. Dabei ist “unser” Verein doch alles andere als bekannt dafür, besonders friedfertig zu sein. Dass sich der überwiegende Teil der Dynamo-“Fans” so verhalten hat, lag doch eher daran, dass sie im eigenen Stadion waren – und was hat Muttern noch immer gesagt? Daheeme wird sich benommen…! In der Fremde sieht das alles wieder ganz anders aus. Ist leider heutzutage nicht selten so, dass die Idioten (und mögen sie auch zahlenmäßig unterlegen sein) im Mittelpunkt stehen. Die wahren Fans sind dann wieder die Leidtragenden. Armes Fußball-Deutschland.

    Grüße,
    Torsten

  4. stefan   27.10.2010

    zwar nicht ganz mein thema, aber eine meinung hab ich natürlich auch.

    ich denke, verstärkte video-kontrollen könnten zumindest abschrecken. wenn der zündelnde nicht weiß, ob gerade ein zoom auf ihn gerichtet ist, sein gesicht markiert und beim nächsten einlass automatisch wiedererkennt. klingt aber sehr, nach manuellem aufwand und somit sicher nicht umsetzbar :-(

    ich denke aber, ermahnungen vom eigenen verein, nachdem dieser dfb-strafen zahlen musste, helfen zumindest den großteil der “fans” im zaum zu halten. andersherum sollten natürlich auch mit strafen gegen fremde clubs nicht gespart werden wenn deren anhänger unruhe stiften und den spielablauf stören.

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