Verkaufsoffene Sonntage gekippt

Geschäfte bleiben geschlossen Für den 7. November sowie 5. und 12. Dezember 2010 waren 3 verkaufsoffene Sonntage in Dresden geplant. Mit Beschluss vom 1. November 2010 setzte das OVG Bautzen diese Regelung außer Kraft. Grund sei eine „offensichtliche Verfassungswidrigkeit“ des Sächsischen Ladenöffnungsgesetzes. Am 10. Oktober fand der erste diesjährige verkaufsoffene Sonntag in Dresden statt. Hintergrund Zwei Verkäuferinnen und die Gewerkschaft ver.di reichten Klage gegen die Regelung zu verkaufsoffenen Sonntagen ein. In Folge dessen setzte das OVG die Regelung mit Beschluss außer Kraft. Verhandlungen In der heutigen Plenarsitzung des Sächsischen Landtages steht die Neuregelung des Sächsischen Ladenöffnungsgesetzes auf der Tagesordnung. Gemäß Entwurf soll das neue Gesetz bereits zum 1. Januar 2011 in Kraft treten. Laut Isabel Siebert, Sprecherin des Wirtschaftsministeriums, soll es zukünftig 5 verkaufsoffene Sonntage geben. (Quelle: www.mdr.de) Meine Meinung Dieser Streit um die verkaufsoffenen Sonntage ist lächerlich. Die Geschäfte stehen uns von Montag bis Sonnabend teilweise bis 22 Uhr zur Verfügung. Das ist völlig ausreichend. Sonntage sind für die Familie und die eigene Erholung da. Eine Umsatzsteigerung im Einzelhandel  und Gewinnmaximierung sind für mich keine Gründe, die Sonntage freizugeben. Und mal ganz ehrlich: Wem unter uns würden diese 4 Sonntage bitte fehlen?
mandy am 03.11.2010 bisher 8 Kommentare

8 Kommentare zu diesem Beitrag

  1. caro   03.11.2010

    also mich persönlich würde es sonntags nicht wirklich zum shoppen in die city treiben. allerdings bin ich auch der meinung, dass es jedem laden bzw. jedem einkaufszentrum selbst überlassen werden sollte. ich benötige keinen shopping-sonntag, trotz alle dem laufen diese tage doch scheinbar ganz gut.

    • Mandy   04.11.2010

      Wenn man es den Geschäften überlässt, entscheiden auch nur die Manager in den höheren Positionen, die auf Umsatz und Gewinn aus sind. Auf die “kleinen Leute” schaut da oben auch keiner weiter. Schon jetzt haben ja die Läden die Wahl, ob sie beim verkaufsoffenen Sonntag mitmachen oder nicht (meiner Kenntnis nach). Kaum ein Laden blieb geschlossen, nur weil die oberen Positionen Rücksicht auf Verkäuferinnen etc. nahmen.

      • stefan   04.11.2010

        hab ich da was falsch verstanden? verkäuferinnen sind doch dazu da um zu verkaufen. und verkaufen ist ja auch teil der marktwirtschaft. und obendrein orientierung am kunden. und wenn der eben sonntags shoppen will (aus welchen gründen auch immer), ist der kunde eben könig. meines erachtens werden diese mehrstunden doch auch vergütet.

        in der altmarktgalerie zb haben die läden keine wahl soweit ich weiß – das ist direktive vom centermanagement und bestandteil des mietvertrags.

  2. anja   03.11.2010

    Vor allem traurig, dass die VerkäuferInnen dann keinen freien Tag haben. Die wollen auch mal die Beine hochlegen…

  3. stefan   04.11.2010

    verkäuferinnen arbeiten doch nicht von montag bis samstag durch oder? die haben doch nen gleitenden freien tag in der woche. und die punkte “verkaufsoffener sonntag” gehören im leben einer verkäuferin nunmal dazu wie beim straßenbahnfahrer, polizeibeamten, feuerwehrmann arbeit an feiertagen und in der nacht. gut die werden auch besser bezahlt – aber das steht dann wieder auf einem anderen blatt.

  4. caro   05.11.2010

    wo ist hier eigentlich der “gefällt mir” button zu den Kommentaren?

    • stefan   08.11.2010

      wie meinst du das? einzelne kommentare zum “gefallen”? der “gefällt mir”-button unterm beitrag ist aus datenschutzgründen dem teilen-button gewichen.

  5. catapult22   23.11.2010

    Vorab: Sonntags habe ich Besseres zu tun, als einkaufen zu gehen. Aber:

    Diese Bevormundung durch den Staat und insbesondere durch eine Gewerkschaft, die sich um Arbeitsplätze und Bezahlung kümmern sollten, geht mir gehörig auf den Senkel.

    Für Verdi ist es kontraproduktiv, denn

    – sonntags gibt es fürs arbeiten mehr Geld, deshalb bei VerkäuferInnen sehr beliebt
    – schafft Arbeitsplätze, denn zusätzliche Arbeit muss jemand machen (wenige Arbeitsplätze, weil es nur um 4 Sonntagnachmittage geht)

    Übrigens: für Sonntagsarbeit gibt es anderen Tagen frei.

    Was für ein regulierter Staat.

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